Hauptdarsteller Interview mit Gianna und Lukas

Produktion-Update

Das Hauptdarsteller Interview mit Gianna und Lukas ist das Erste von drei Interviews mit dem Maincast der Serie. Im Folgenden lernt ihr die Beiden besser kennen. Zusätzlich erfahrt ihr im Interview viele interessante Einblicke in die Rollen Hera und Andrew, welche sie in der Serie spielen.

Gianna Jann spielt in der Serie die Rolle Hera und Lukas Neidhart die Rolle Andrew.

Markus: Zuerst würde ich gerne zu euch als Personen kommen. Erzählt doch gerne ein paar Fakten über euch und wie ihr ursprünglich zu Dancing in the Shadow gekommen seid.

Lukas: Ich bin Lukas, 20 Jahre alt und war damit so etwas wie das Küken am Set. Wie ich zu Dancing in the Shadow gekommen bin, ist eine ganz lustige Geschichte. Das Casting hatte ich erst komplett verpasst, bis mich eine Freundin auf die Hauptrolle Chris aufmerksam gemacht hat. Also habe ich mich auf die Rolle beworben und dachte wenig später auch, dass ich sie habe. In der Mail, die ich von Tamara bekommen habe stand nämlich ganz groß: Du bist dabei! Allerdings war damit gemeint, dass ich als Statist dabei bin. Eine Woche später kam es dann aber doch noch zum “Happy End”, als mir Tamara die Rolle Andrew angeboten hat.

Gianna: Ich bin Gianna, 28 Jahre alt und bin, wie die meisten Anderen, über Jobwrk.com zu Dancing in the Shadow gekommen. Meine Motivation war, dass ich endlich meine Leidenschaften für das Schauspiel wieder entdeckt habe. Dabei hat mir die Rolle Hera in der Ausschreibung direkt gut gefallen.

Markus: Was mir schon bekannt ist, ist dass ihr die Rollen Andrew und Hera spielt. In welchem Verhältnis stehen eure Figuren zueinander?

Lukas: Tja, verschiedener können zwei Personen von der Denkweise wohl gar nicht sein. Andrew stellt dabei den Nerd dar, der eher zurückhaltend und stur ist, aber viele Menschen kennt. Hera ist quasi eine geborene Anführerin. Sie ist stark, eine wirkliche Persönlichkeit und lässt sich von nichts aus dem Konzept bringen. Dazu ist sie Feministin. Treffen die beiden aufeinander, geht es in der Unterhaltung um Feminismus und Gleichberechtigung, was auch den Konflikt darstellt. Intellektuell bewegen sich die beiden dabei auf der gleichen Wellenlänge.

Markus: Was denkt ihr als Personen über den Konflikt zwischen Hera und Andrew?

Lukas: Das ist schon sehr viel Kindergarten. Heutzutage würde man das glaube ich “Schwanzvergleich” nennen. Irgendwie versucht jeder, sich immer wieder zu toppen, und der andere zieht nach. Insgesamt ist das ein ziemlich unnötiger Konflikt, der zu nichts führt.

Markus: Kommen wir zuerst zu Hera. Um welchen feministischen Kampf geht es bei der Rolle? Ist Feminismus nicht gleich Feminismus?

Gianna: Feminismus hat sich über die Generationen verändert. Der Feminismus, den ihre Mutter vertritt ist noch sehr stark durch Schlüsselfiguren wie Alice Schwarzer geprägt und rückt Männer allgemein in ein schlechtes Licht. Heras Ansicht ist zwar auch radikal, lässt aber Raum für Perspektiven anderer Geschlechter und konzentriert sich sehr stark auf Gleichberechtigung für alle Menschen. Hera merkt, dass auch Männer feministische Haltungen haben können und überdenkt ihre Feindseligkeit.

Markus: Beschreibe mir doch auch die Beziehung deiner Rolle Hera zu ihrer Mutter.

Gianna: Ich würde sagen, dass die Beziehung sehr innig ist, Hera ist natürlich sehr vom Feminismus ihrer Mutter geprägt. Die Mutter fördert außerdem Heras Selbstbewusstsein und unterstützt sie auch sonst sehr viel. Sie ist für Hera immer eine direkte Ansprechperson. Innerhalb der Serie findet Hera aber auch ihre eigenen Definitionen für richtig und falsch, gut und böse. Sie entwickelt ihr eigenes Weltbild. Daraus entsteht dann natürlich ein Konflikt.

Markus: Und jetzt zu Andrew. Lukas, wie steht deine Rolle zu Feminismus im allgemeinen und zu Begriffen wie Frauenrechte und Männerbashing?

Lukas: Ehrlich gesagt hält Andrew nicht viel von den Begriffen. Vor allem Männerbashing stört ihn, er sieht zwar auch Unterschiede zwischen Mann und Frau, will aber nicht, dass sich etwas ändert. Männerbashing ist so etwas wie Andrews “wunder Punkt”. Ansonsten findet er Feminismus schwachsinnig und meint, dass es im Großen und Ganzen schon eine Gleichberechtigung gibt.

Markus: Warum nimmt sich Andrew dann eigentlich die Zeit und Nerven mit Hera zu diskutieren?

Lukas: Das ist eine sehr gute Frage. Beide Rollen, sowohl Andrew als auch Hera sind sehr klug und befinden sich intellektuell auf derselben Wellenlänge. Ich glaube, Andrew genießt somit den Konflikt auch etwas und will sich natürlich auch ein wenig messen.

Markus: Ist Andrew einfach jemand, der jedem Menschen in jeder Situation hilft oder erwartet er dann doch irgendwie eine Gegenleistung?

Lukas: Andrew ist enorm hilfsbereit und liebt es zu helfen. Ich glaube, er braucht dabei auch keine direkte Gegenleistung. Das, was sich Andrew allerdings wünscht, ist, dass von anderen Personen erkannt und angesehen wird, wie viel er hilft.

Markus: Die letzte Frage geht nochmal an euch beide. Was hat euch an eurer Rolle jeweils am meisten Spaß gemacht?

Gianna: Besonders hat mir gefallen, mit Hera eine Rolle zu spielen, die sehr gerne provoziert. Dabei hat es spaß gemacht, Andrew immer wieder an seine Grenzen zu bringen. Es war motivierend, so eine starke weibliche Rolle zu spielen. Allerdings hätte ich Hera in Sachen Zufriedenheit oder Dankbarkeit auch manchmal kritisieren können.

Lukas: Wir haben während den Proben sehr viel gelacht. Seien es die krassen Schlagabtäusche, die gute Harmonie mit Gianna oder einfach auch die coole Erfahrung, mal nicht den Macho zu spielen. Auch interessant, teils auch schwer war es, einmal eine Rolle zu spielen, die oft nicht dieselben Ansichten hat wie ich als Person.

Einen Zusammenschnitt des Interviews gibt es außerdem auf YouTube!

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